Fühlst du dich manchmal unerklärlich zu bestimmten Epochen, Kulturen oder Menschen hingezogen?
Verfolgen dich wiederkehrende Träume, unerklärliche Ängste oder heftige Déjà-vus mit dem Gefühl, schon einmal gelebt zu haben?
Die Vorstellung von früheren Leben, also früheren Inkarnationen deiner Seele, gibt es seit Tausenden von Jahren. Sie findet sich in östlichen Philosophien, im westlichen Okkultismus, in der Theosophie, der Kabbala und in der New-Age-Spiritualität. Doch wie kommst du an diese vergessenen Erinnerungen heran?
Ein erstaunlich wirkungsvolles Werkzeug dafür ist das Tarotdeck: ein Symbolsystem, das tiefe Schichten des Unbewussten öffnen kann und, mit klarer Absicht, auch den karmischen Bauplan der Seele. In diesem Ratgeber erfährst du Schritt für Schritt, wie du mit Tarot deine früheren Leben erkundest.

Was sind frühere Leben?
Die Idee der Reinkarnation besagt, dass deine Seele schon viele Leben gelebt hat, jedes mit eigenen Lektionen, eigenem Karma und eigenem spirituellem Wachstum. Traditionen, die frühere Leben kennen, sind zum Beispiel:
- Hinduismus und Buddhismus: Samsara, das Rad der Wiedergeburt
- Kabbala: Gilgul haNeshamot (die Seelenwanderung)
- Westliche Esoterik: Theosophie und Hermetik
- Moderne Mystik: Rückführungstherapie
Warum sie erkunden?
Weil das Wissen darüber, wer du warst, dir helfen kann zu verstehen, wer du bist: deine Stärken, Blockaden, Beziehungen und deine Seelenaufgabe.
Warum Tarot für die Arbeit mit früheren Leben?
Tarot ist mehr als ein Werkzeug zum Wahrsagen. Es ist ein Spiegel des Unbewussten, eng verbunden mit Archetypen, Mustern und karmischen Nachklängen. Mit klarer Absicht eingesetzt, lässt Tarot dich die oberflächliche Logik umgehen und direkt aus dem Akasha-Feld schöpfen, dem spirituellen Archiv aller Seelenerfahrungen.
Was dir Tarot bei der Arbeit mit früheren Leben bringen kann:
- Es zeigt karmische Kreisläufe, die bis in dieses Leben wirken
- Es deckt Seelenverbindungen zu anderen auf (Zwillingsflammen, karmische Bande)
- Es hilft, ungelöste Traumata aus früheren Inkarnationen zu heilen
- Es gibt dir Einblick in die Bestimmung und Aufgabe deiner Seele

Die Vorbereitung auf eine Tarot-Legung zu früheren Leben
Das ist keine Legung für zwischendurch. Du arbeitest mit tiefen Seelenenergien und unbewussten Erinnerungen. Bereite dich vor wie auf ein Ritual.
Setz deine Absicht
Schreib eine klare Absicht auf oder sprich sie laut aus, zum Beispiel:
„Ich bitte darum, ein früheres Leben gezeigt zu bekommen, das mich gerade beeinflusst und Heilung oder Integration braucht.“
Reinige deinen Raum
Nutze eines oder mehrere dieser Hilfsmittel:
- Weißen Salbei, Palo Santo oder Räucherwerk
- Einen Salzkreis oder eine Schale mit Salz
- Eine Glocke oder Stimmgabel
- Kristalle (z. B. Labradorit, Amethyst, Selenit)
Erde und schütze dich
Stell dir Wurzeln vor, die aus deinen Füßen in die Erde wachsen. Rufe Geistführer, Ahnen oder göttlichen Schutz an, wenn das zu deiner Praxis gehört.
Das richtige Deck und die richtige Umgebung
Nicht jedes Deck eignet sich gleich gut für die Arbeit mit früheren Leben. Such nach Decks mit reicher Symbolik, mythischen Bildern und esoterischer Tiefe.
Empfehlenswerte Decks:
- Thoth-Tarot – voller hermetischer und kabbalistischer Symbole
- Starchild Tarot – kosmisch und intuitiv
- Tarot of the Spirit – ideal für Einsichten auf Seelenebene
- Rider-Waite-Smith – klassisch und leicht zu deuten
Schaffe die passende Stimmung:
- Gedämpftes Licht
- Meditative Musik
- Wenn du magst: Kerzen oder ein Ahnenaltar
Schritt für Schritt: eine Tarot-Legung zu früheren Leben
Schritt 1: Geh in Trance oder einen meditativen Zustand
Schließ die Augen. Atme tief. Nutze eine geführte Meditation, Musik mit Thetawellen oder eine Visualisierung. Stell dir vor, du betrittst einen langen Flur voller Türen, und hinter jeder liegt ein Leben, das du gelebt hast.
Schritt 2: Stell deine Frage
Halte das Deck in den Händen. Sprich laut oder in Gedanken:
„Welche Erfahrung aus einem früheren Leben beeinflusst meine jetzige Inkarnation gerade am stärksten?“
Schritt 3: Misch und leg die Karten aus
Nutze das Legesystem deiner Wahl. Vertrau beim Ziehen deiner Intuition, auch wenn die Karten „zufällig“ wirken.
Schritt 4: Deute mit okkultem Blick
Tarot sagt dir nicht nur, „was passiert ist“. Es zeigt dir Seelengeschichten, archetypische Rollen und spirituelle Lektionen. Achte auf:
- Schwerter: Konflikt, Verrat, Karma des Denkens
- Kelche: Emotionale Verstrickungen, Liebe, Verlust
- Münzen: Karma rund um Armut oder Reichtum, Fragen des Überlebens
- Stäbe: Macht, Rebellion, Seelenaufgabe
Sieh die Karten der Großen Arkana als Zeichen für große karmische Wendepunkte. Zum Beispiel:
- Der Hierophant: Du warst Teil einer religiösen Institution
- Der Turm: Ein gewaltsamer oder schockierender Tod
- Die Liebenden: Eine karmische Bindung oder Seelenverwandtschaft
- Der Tod: Eine wörtliche oder symbolische Verwandlung
Symbole deuten: Archetypen und Karma
Tarot spricht in Symbolen. So kannst du einige Beispielkarten im Zusammenhang mit früheren Leben entschlüsseln:
| Karte | Mögliche Bedeutung für ein früheres Leben |
|---|---|
| Der Magier | Magier, Alchemist oder Manipulator |
| Die Hohepriesterin | Okkultistin, Mystikerin, Tempeleingeweihte |
| Acht der Schwerter | Gefangenschaft, falsche Anschuldigungen |
| Drei der Kelche | Ein Leben in Luxus, Schwesternschaft oder Genusssucht |
| Fünf der Münzen | Ein Leben mit Krankheit, Armut, Verlassenheit |
| Ritter der Stäbe | Krieger, Reisender, Verbannter |
| Zehn der Schwerter | Verrat oder ein gewaltsames Ende |
So überprüfst du deine Legung
Ein gesundes Maß an Skepsis ist gut. So kannst du deine Legung überprüfen:
A. Wiederkehrende Träume oder Erinnerungen
Spiegeln deine Karten Träume, Ängste oder Bilder wider, die dich nicht loslassen?
B. Astrologie
Schau dir die Hinweise auf frühere Leben in deinem Geburtshoroskop an, etwa den absteigenden Mondknoten, das 12. Haus oder rückläufige Planeten.
C. Rückführung unter Hypnose
Vergleiche deine Tarot-Legung mit den Einsichten aus einer professionellen Rückführungssitzung.
D. Muster in der Ahnenreihe
Klingen in diesem Leben Themen aus deiner Familie oder deinem kulturellen Erbe an?
Mit Tarot Traumata aus früheren Leben heilen
Wenn du ein früheres Leben aufgedeckt hast, ist Heilung entscheidend.
Wie Tarot die Heilung unterstützt:
- Nutze Karten deines Decks als Affirmationskarten, um karmische Glaubenssätze neu zu prägen
- Mach ein Abschlussritual: Verbrenne, vergrabe oder salbe die gezogenen Karten
- Gestalte ein Siegel oder einen Talisman, der für Abschluss und Verwandlung steht
- Schreib Botschaften deines früheren Selbst in dein Tagebuch und nimm ihre Weisheit in dein Leben auf
Wenn du magst, verbinde deine Arbeit mit dem Tarot mit Energiearbeit, Schattenarbeit oder Ritualen am Ahnenaltar.
Zum Schluss
Frühere Leben mit Tarot zu erkunden ist einer der spirituell bereicherndsten Wege, die du gehen kannst. Es kann die verborgenen Wurzeln deiner größten Ängste, Gaben, Beziehungen und Sehnsüchte deiner Seele zeigen. Vor allem aber kann es dich von alten karmischen Geschichten befreien, sodass du klar und gestärkt in der Gegenwart ankommst.
Tarot sagt nicht nur voraus, es beleuchtet den Weg der Seele.




