Um Tarotkarten zu mischen, mischst du das Deck verdeckt mit einer beliebigen Methode, die Karten an neue Stellen bringt, etwa mit dem Überhandmischen, dem Riffeln oder dem Verrühren auf dem Tisch. Dann hebst du ab und ziehst. Die eine richtige Art gibt es nicht: Die beste Mischtechnik ist die, die das Deck gut durchmischt, ohne Karten zu beschädigen, die größer und steifer sind als Spielkarten.
Die Kurzfassung: Verrühr die Karten eine Minute lang auf dem Tisch, riffle sie acht- bis zehnmal sanft oder misch sie länger von Hand, als es sich nötig anfühlt. Dann heb das Deck in drei Stapel ab und leg sie neu zusammen. Alles Weitere sind die Details: sechs Methoden Schritt für Schritt, welche zu welchen Händen und Decks passt, was die Mathematik dazu sagt, wie oft genug ist, und wie umgekehrte Karten ins Deck kommen.
Kein Deck zur Hand? Am Ende dieser Seite kannst du kostenlos eine Karte ziehen und gleich üben, sobald du fertig gelesen hast.
Direkt zum Abschnitt:
- Sechs Arten, Tarotkarten zu mischen: Überhandmischen, Riffeln mit Brücke, Verrühren, Hindu-Mischen, Stapelmischen und in drei Stapel abheben
- Welche Mischtechnik passt zu dir? (Vergleichstabelle)
- Große Karten, kleine Hände
- Wie oft du mischen solltest
- Umgekehrte Karten einmischen und Karten, die herausspringen
- Für jemand anderen mischen
- Ein einfaches Mischritual und dein Deck schonen
- Häufige Fehler beim Mischen
- Üben mit einer kostenlosen Karte und häufige Fragen
Sechs Arten, Tarotkarten zu mischen
Ein normales Rider-Waite-Smith-Deck hat 78 Karten, jede etwa 7 mal 12 Zentimeter groß. Eine Pokerkarte misst ungefähr 6,3 mal 8,8. Der Stapel ist also anderthalbmal so dick wie ein Spielkartenblatt, und die längeren Karten lassen sich weniger gern biegen. Deshalb fühlen sich Casino-Techniken mit Tarotkarten oft ungeschickt an.
Welche Methode du auch nutzt: Halte die Karten verdeckt, damit du nicht auswählst, was wohin kommt.
1. Das Überhandmischen
So mischen die meisten Menschen, ohne dass es ihnen jemand beigebracht hat (englisch „overhand shuffle“). Es ist die sanfteste Art, ein Deck in den Händen zu mischen.
- Halte das Deck verdeckt in deiner starken Hand, auf der Längskante, mit den Fingern an der einen langen Seite und dem Daumen an der anderen.
- Leg die untere Kante des Decks in die Handfläche deiner anderen Hand.
- Zieh mit dem Daumen der unteren Hand ein kleines Päckchen vorn vom Deck ab, sodass es in deine Handfläche fällt.
- Zieh weiter Päckchen ab, jedes landet auf dem vorigen, bis die obere Hand leer ist.
- Nimm das ganze Deck wieder auf und wiederhole das viele Male.
Vor- und Nachteile: Es biegt die Karten kaum und ist leicht zu lernen. Der Haken: Es mischt langsam. Jeder Durchgang verschiebt Kartenblöcke, während die Karten innerhalb eines Blocks zusammenbleiben, sodass nach ein paar Durchgängen ein Großteil der alten Reihenfolge erhalten ist. Außerdem dreht es nie eine Karte um.
2. Riffeln mit Brücke
Das ist die Casino-Mischtechnik (englisch „riffle shuffle“ und „bridge“): Das Deck wird in zwei Hälften geteilt, und die Hälften werden so ineinandergeblättert, dass sich ihre Karten abwechseln.
- Leg das Deck verdeckt auf den Tisch und teile es in zwei etwa gleich große Hälften, nebeneinander, mit den kurzen Enden nah beieinander.
- Halte jede Hälfte mit den Daumen an den vorderen Ecken und den Fingern am hinteren Ende.
- Heb die inneren Ecken mit den Daumen leicht an und lass die Karten von beiden Daumen abgleiten, sodass sie abwechselnd herunterfallen.
- Schieb die beiden Hälften zusammen. Oder, für die Brücke, biege das ineinandergeblätterte Deck zu einem Bogen nach oben und lass die Karten flach zurückrieseln.
- Stoß das Deck gerade und wiederhole das Ganze.
Vor- und Nachteile: Keine Mischtechnik von Hand mischt schneller. Aber jedes Riffeln biegt die Ecken, und die Brücke biegt jede Karte der Länge nach. Machst du das täglich, wölben sich die Karten, die Ecken fransen aus, und das Deck fängt an zu verklumpen. Wenn du riffelst, lass die Brücke weg und heb die Ecken so wenig wie möglich an.
3. Verrühren (auch „Waschen“)
Auf Englisch heißt diese Technik „wash“ oder „scramble“, und so mischen viele, die Tarot legen. Ehrlich gesagt würde ich sie als Erstes lernen.
- Räum eine saubere, trockene Fläche frei, am besten mit einem Tuch darauf.
- Breite das Deck verdeckt auf der Fläche aus.
- Schieb die Karten mit flachen Händen im Kreis herum, wie beim Mischen von Dominosteinen, und bewege Karten vom Rand in die Mitte und wieder hinaus.
- Mach etwa eine Minute so weiter, länger, wenn die Karten noch in Klumpen liegen.
- Sammle die Karten zu einem einzigen Stapel, ohne auf ihre Vorderseite zu schauen, und stoß ihn gerade.
Vor- und Nachteile: Nichts wird gebogen, also schont es die Karten, und gründliches Verrühren mischt sehr gut. Dabei drehen sich die Karten auch in alle Richtungen, sodass umgekehrte Karten ins Deck kommen, ob du willst oder nicht. Du brauchst Platz auf dem Tisch, und eine raue Oberfläche kann die Rückseiten zerkratzen.
4. Das Hindu-Mischen
Unter Zauberkünstlern gut bekannt (englisch „Hindu shuffle“), ist es ein Überhandmischen, das auf die Seite gekippt ist. Die Päckchen kommen oben vom Deck statt von vorn.
- Halte das Deck verdeckt von oben in deiner starken Hand, den Daumen an einem kurzen Ende, die Finger am anderen.
- Führ es über deine andere Hand, die Handfläche nach oben.
- Greif mit Daumen und Fingern der unteren Hand ein kleines Päckchen oben vom Deck an seinen langen Seiten.
- Zieh die obere Hand zurück, sodass das Päckchen liegen bleibt und in deine untere Handfläche fällt.
- Wiederhole das, jedes Päckchen fällt auf das vorige, bis das Deck aufgebraucht ist. Dann fang von vorn an.
Vor- und Nachteile: Es ist sanft, und die Karten biegen sich nicht. Es mischt ähnlich langsam und blockweise wie das Überhandmischen. Der Griff spannt sich über die ganze Kartenlänge, was kleine Hände bei einem vollständigen Tarotdeck anstrengen kann.
5. Das Stapelmischen
Hier verteilst du das Deck auf mehrere Stapel (englisch „pile shuffle“) und legst die Stapel dann zusammen.
- Wähl eine Anzahl Stapel, zum Beispiel sechs oder sieben.
- Leg die Karten verdeckt einzeln von links nach rechts entlang der Reihe aus und fang jedes Mal links wieder an, wenn du am Ende angekommen bist.
- Mach weiter, bis alle 78 verteilt sind.
- Leg die Stapel in beliebiger Reihenfolge aufeinander.
Vor- und Nachteile: Es biegt nichts und trennt neue Karten, die aneinanderkleben. Für sich allein ist es aber überhaupt nicht zufällig. Wenn du auf eine feste Zahl von Stapeln verteilst, landet jede Karte an einer vorhersehbaren Stelle, sodass dieselbe Ausgangsreihenfolge immer dasselbe Ergebnis liefert. Nutze es, um das Deck zu zählen, und verrühre oder riffle danach.
6. In drei Stapel abheben
Das Abheben ist der klassische letzte Schritt vor einer Legung. Viele lassen so auch die fragende Person mitmachen.
- Leg das gemischte Deck verdeckt auf den Tisch.
- Heb mit der linken Hand einen Teil davon ab und leg ihn links daneben.
- Heb einen Teil dieses Stapels ab und leg ihn noch weiter links ab, sodass du drei Stapel hast.
- Leg die Stapel in neuer Reihenfolge zusammen, oder wähl den Stapel, der dich anzieht, und zieh von oben.
Vor- und Nachteile: Abheben ist eine Pause, kein Mischen. Beim Zusammenlegen verschieben sich ganze Blöcke, ohne dass sich die Reihenfolge darin ändert, also trägt es kaum etwas zum Zufall bei. Seine Aufgabe ist, den Übergang vom Mischen zum Deuten zu markieren. Die linke Hand ist ein verbreiteter Brauch, keine Regel.
Welche Mischtechnik passt zu dir?
So schneiden die sechs im Vergleich ab. „Zufall“ bedeutet, wie schnell die Methode das Deck durchmischt, vorausgesetzt, du machst es einigermaßen gut.
| Methode | Zufall | Abnutzung | Gut für |
|---|---|---|---|
| Überhandmischen | Langsam | Gering | Anfänger, im Stehen, wenig Platz |
| Riffeln mit Brücke | Schnell | Hoch | Robuste oder alte Decks, schnelles gründliches Mischen |
| Verrühren | Schnell, wenn lange genug | Sehr gering | Kostbare Decks, umgekehrte Karten einbringen |
| Hindu-Mischen | Langsam | Gering | Ein ruhiger, gleichmäßiger Rhythmus |
| Stapelmischen | Allein keiner | Sehr gering | Das Deck zählen, neue Karten lösen |
| In drei Stapel abheben | Fast keiner | Sehr gering | Abschließen, die fragende Person einbeziehen |
Mein Vorschlag: zu Hause verrühren, unterwegs überhand mischen und beides kombinieren, wenn du kannst. Kurzes Verrühren und danach ein paarmal überhand mischen durchmischt gut, sammelt die Karten ordentlich ein und kostet das Deck nichts. Dann abheben. Wenn du noch lernst, wie eine Legung abläuft, zeigt dir der Schritt Mischen, abheben und ziehen in der Anleitung für Anfänger, wo das Mischen hingehört.
Große Karten mit kleinen Händen mischen
Wenn sich 78 Tarotkarten wie ein Ziegelstein anfühlen, machst du nichts falsch. Sie sind einfach größer, als es für die meisten Hände bequem ist. Ein paar praktische Lösungen:
- Teile das Deck. Misch jeweils eine Hälfte und verrühre die beiden Hälften dann zusammen oder riffle sie sanft auf dem Tisch.
- Lass den Tisch das Gewicht tragen. Beim Verrühren brauchst du gar keinen Griff, und Überhandmischen mit der unteren Deckkante auf dem Tisch ist viel leichter als in der Luft.
- Dreh das Deck quer. Beim Überhandmischen halte es an den langen Kanten, sodass deine Hand die Breite der Karte umspannt statt ihrer Länge.
- Nimm kleinere Päckchen. Fünf oder sechs Karten auf einmal lassen sich leichter kontrollieren und mischen besser als große Brocken.
- Denk über ein kleineres Deck nach. Taschen- und Miniausgaben des Rider-Waite-Smith sind leicht zu finden.
- Gib einem neuen Deck Zeit, sich zu lockern. Neue Karten kleben oft aneinander, besonders mit Goldschnitt. Wenn du sie ein, zwei Wochen lang jeden Tag verrührst, lösen sie sich meist.
Wie oft solltest du Tarotkarten mischen?
Das hängt von der Methode ab, und es gibt zwei ehrliche Antworten: die mathematische und die aus der Praxis.
Was die Mathematik sagt
1992 veröffentlichten die Mathematiker Dave Bayer und Persi Diaconis eine bekannte Studie zum Riffeln. Sie zeigten, dass bei einem Deck mit 52 Karten etwa sieben gewöhnliche Riffel-Durchgänge die Karten gut durchmischen. Weniger hinterlassen deutliche Spuren der ursprünglichen Reihenfolge. Viel mehr bringt kaum noch etwas.
Größere Decks brauchen mehr Riffel-Durchgänge, aber nicht viel mehr, weil die nötige Zahl mit der Größe des Decks nur langsam wächst. Eine Faustregel aus ihrer Analyse, das Anderthalbfache des Logarithmus zur Basis 2 der Kartenzahl, ergibt für 78 Karten etwa neun. Sieh das als grobe Größenordnung, nicht als genaues Ergebnis. Acht bis zehn sanfte Riffel-Durchgänge sind also ein vernünftiger Wert für ein Tarotdeck.
Andere Methoden verhalten sich ganz anders:
- Überhandmischen und Hindu-Mischen mischen viel langsamer als Riffeln. Mathematische Studien setzen die nötige Zahl für ein gründliches Mischen schon bei einem Deck mit 52 Karten in den Tausenden an. Zehnmal überhand zu mischen ist ein leichtes Umrühren, kein vollständiges Durchmischen.
- Beim Verrühren gibt es keine zählbaren Durchgänge. Richte dich nach Zeit und Augenschein: etwa eine Minute, bei der sich jede Karte bewegt und keine Klumpen übrig bleiben.
- Das Stapelmischen wendet, mit derselben Zahl von Stapeln wiederholt, einfach dasselbe feste Muster noch einmal an. Zehnmal ist nicht zehnmal so zufällig.
Zur Einordnung: 78 Karten lassen sich auf etwa 1,1 × 10115 verschiedene Arten anordnen (78 Fakultät). Wenn du zusätzlich mitzählst, ob jede Karte aufrecht oder umgekehrt liegt, multiplizierst du mit 278 und kommst auf rund 3,4 × 10138. Ein gut gemischtes Deck liegt fast sicher in einer Reihenfolge, in der noch nie ein Deck lag.
Was in der Praxis üblich ist
Viele, die Tarot legen, zählen nie. Sie mischen, bis es sich richtig anfühlt: bis die Frage sich gesetzt hat, die Hände von selbst langsamer werden oder ein Gefühl von „jetzt“ kommt. Das ist eine völlig gute Wahl. Wenn du glaubst, dass die Karten kommen, die kommen sollen, ist dir eine genaue Zahl vielleicht ganz egal.
Trotzdem: Misch gründlich, egal woran du glaubst. So liegt die Legung von gestern Abend nicht wieder obenauf. Wenn sich „richtig“ schon nach dreimal Überhandmischen einstellt, verrühre vorher kurz.
Umgekehrte Karten einmischen
Ein neues Deck kommt mit allen Karten in derselben Ausrichtung aus der Schachtel. Überhandmischen, Hindu-Mischen, Riffeln und Stapelmischen lassen die Karten alle so liegen, wie sie lagen. Wenn du also umgekehrte Karten in deinen Legungen haben willst, musst du sie selbst hineinbringen. Zwei Wege:
- Dreh einen Teil des Decks. Teil das Deck in zwei Hälften, dreh eine Hälfte um 180 Grad, leg die Hälften wieder zusammen und misch gründlich. Nach gutem Mischen liegt jede Karte mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa eins zu zwei in die eine oder andere Richtung.
- Verrühren. Beim Herumschieben drehen sich die Karten in alle Richtungen, sodass beim Einsammeln einige auf dem Kopf stehen. Den Anteil kannst du nicht genau steuern, aber langes Verrühren verteilt umgekehrte Karten gut im Deck.
Warum das wichtig ist: Wenn du umgekehrte Karten deutest, aber nur überhand mischst, behält das Deck die Ausrichtungen, die deine letzte Legung hinterlassen hat. Wenn du die Karten vor dem Wegräumen immer gerade ausrichtest, siehst du nie eine umgekehrte Karte. Beides ist nicht falsch, aber entscheide es bewusst. Der Ratgeber umgekehrte Tarotkarten deuten erklärt, warum es sich lohnt, deine Methode für umgekehrte Karten vor dem Mischen zu wählen, und zeigt sieben Arten, sie zu deuten.
Leg vor dem Anfang fest, welche Richtung als „aufrecht“ gilt, meist so, wie du als deutende Person die Karte siehst. Und wenn du die Hälfte des Decks gedreht hast, misch danach richtig, sonst bedeutet eine Reihe umgekehrter Karten vielleicht nur, dass der Großteil der Legung aus der gedrehten Hälfte kam.
Wenn beim Mischen eine Karte herausspringt
Früher oder später schießt eine Karte mitten im Mischen aus dem Deck. Viele, die Tarot legen, glauben, dass diese Karte etwas Besonderes zu sagen hat, und deuten sie zusammen mit der Legung. Andere sehen eine steife Karte und einen ungeschickten Moment und stecken sie zurück. Beide Sichtweisen sind verbreitet. Leg deine Regel vorher fest, damit du nicht die Karten behältst, die dir gefallen, und den Rest still zurücksteckst.
Für jemand anderen mischen
Wenn du für einen anderen Menschen legst, gibt es drei übliche Arten, das Mischen zu handhaben:
- Die fragende Person mischt. Sie mischt das Deck mit ihrer Frage im Kopf und gibt es dann zurück. So wird sie Teil der Legung.
- Du mischst, die fragende Person hebt ab. Du mischst, was das Deck schont, und sie hebt in drei Stapel ab und wählt einen aus.
- Du machst alles selbst. Manche möchten, dass niemand sonst ihr Deck berührt, und das ist völlig in Ordnung. Die fragende Person kann trotzdem „Stopp“ sagen.
Wenn die fragende Person mischt, zeig ihr zuerst das Verrühren: Eine begeisterte Brücke kann ein Lieblingsdeck in Sekunden knicken. Bei Legungen auf Distanz mischst du, während sie an die Frage denkt, und sie kann trotzdem „Stopp“ rufen.
Egal wer mischt, klär zuerst die Frage. Eine gute Frage ist viel wichtiger als jede Mischtechnik; mehr dazu unter die richtigen Fragen an das Tarot stellen. Du legst dir selbst die Karten? Der Ratgeber sich selbst die Karten legen hilft dir, ehrlich zu bleiben, wenn du deutende und fragende Person zugleich bist.
Ein einfaches Mischritual
Für manche ist das Mischen ein Ritual, für andere reine Technik. So oder so lenkt eine wiederholbare Routine deine Aufmerksamkeit auf die Frage. Diese hier funktioniert mit jedem Glauben oder ohne:
- Mach Platz. Ein sauberer, trockener Tisch und ein Tuch. Stell Getränke woanders hin.
- Schreib die Frage auf. Ein Satz. Wenn du sie nicht aufschreiben kannst, bist du noch nicht bereit zu mischen.
- Leg die Regeln fest. Welches Legesystem, ob du umgekehrte Karten deutest und was du mit einer Karte machst, die herausspringt.
- Atme dreimal langsam. Das beruhigt deine Hände und deine Aufmerksamkeit.
- Misch. Verrühren oder Riffeln, dann ein paarmal überhand mischen, mit der Frage im Kopf.
- Heb in drei Stapel ab und leg sie neu zusammen. Dann leg die Karten eine nach der anderen auf ihre Positionen.
Das dauert zwei oder drei Minuten. Für eine tägliche Praxis kannst du danach eine einzelne Karte ziehen.
Dein Deck beim Mischen schonen
Die meisten Schäden am Deck entstehen beim Mischen, nicht bei der Aufbewahrung. Ein paar Gewohnheiten halten Karten jahrelang flach und sauber:
- Saubere, trockene Hände. Handcreme und fettige Finger hinterlassen Spuren, durch die Karten aneinanderkleben.
- Ein Tuch auf dem Tisch. Es schützt die Rückseiten beim Verrühren und verhindert, dass Karten über die Kante rutschen.
- Sei sparsam mit der Brücke. Wenn deine Karten schon gewölbt sind, hör mit der Brücke auf und verrühre eine Weile stattdessen. Flach unter einem Buch gelagert, kann sich eine leichte Wölbung wieder geben.
- Halte sie trocken. Feuchtigkeit verzieht Karton. Bewahre das Deck in seiner Schachtel oder einem Beutel auf, weg von Heizkörpern, Fensterbänken und dampfigen Badezimmern.
- Zähl ab und zu nach. Ein schnelles Stapelmischen auf sechs Stapel zu 13 bestätigt, dass alle 78 Karten da sind.
Abgenutzte Decks lassen sich wunderbar deuten, und viele mögen, wie sich ein weich gewordenes Deck anfühlt. Achte nur auf eine Karte, die du an einem Knick oder Fleck von hinten erkennst. Sobald du sie erkennen kannst, ist das Mischen nicht mehr fair.
Häufige Fehler beim Mischen
- Nach einer Legung zu oberflächlich mischen. Stell dir vor, deine drei Karten von gestern waren die Drei der Schwerter, die Vier der Kelche und der Stern. Du legst sie obenauf zurück, mischst das Deck zweimal schnell überhand, und die Chance ist gut, dass eine davon heute wieder auftaucht. Diese Wiederholung sagt dann vielleicht mehr über das Mischen als über die Situation. Misch gut, bevor du etwas hineinliest, wenn du immer wieder dieselbe Tarotkarte ziehst.
- Neu mischen, weil dir die Antwort nicht gefallen hat. Angenommen, du ziehst den Turm, eine Karte plötzlicher Umbrüche, und mischst noch einmal in der Hoffnung auf die Sonne. Dann wählst du die Antwort, statt sie zu deuten. Wenn du einen zweiten Blick willst, zieh stattdessen eine Klärungskarte aus dem restlichen Deck.
- Ein geliebtes Deck mit der Brücke mischen. Das ist der schnellste Weg, die Karten zu wölben und zu knicken.
- Zehn Minuten lang mischen. Wenn du nicht aufhören kannst, liegt das Problem meist bei der Frage. Formulier sie neu und misch dann noch einmal.
Üben: Zieh eine Karte
Dein Deck ist gemischt? Zieh eine Karte, schau dir das Bild eine volle Minute lang an, bevor du ihre Bedeutung nachschlägst, und vergleiche deine ersten Eindrücke dann mit ihrer Seite. Kein Deck dabei? Dann zieh hier. Jede Karte wird zufällig aus dem restlichen Deck gewählt, so wie du von einem gemischten Stapel ziehen würdest, und etwa jede dritte Ziehung landet umgekehrt.
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Lust auf mehr? Probier die kostenlose Legung mit drei Karten oder das Ja-Nein-Tarot, oder sieh dir alle Möglichkeiten auf der Seite Tarot kostenlos an. Die Liste der Bedeutungen aller 78 Tarotkarten zeigt jede Karte auf einer Seite.
Häufige Fragen
Ist es wichtig, wie man Tarotkarten mischt?
Die Tradition schreibt keine Methode vor, und alle sind in Gebrauch. Praktisch gesehen mischen manche Methoden aber viel besser als andere, und manche nutzen die Karten viel schneller ab. Verrühren oder sanftes Riffeln, danach abheben, deckt beides ab.
Wie oft sollte man Tarotkarten mischen?
Etwa acht bis zehn Riffel-Durchgänge oder ungefähr eine Minute Verrühren mischen ein Deck mit 78 Karten gut durch. Überhandmischen mischt langsam, also misch reichlich oder verrühre zusätzlich kurz. Viele mischen einfach, bis es sich richtig anfühlt, und auch das ist eine legitime Wahl.
Kann man Tarotkarten riffeln?
Ja, aber sanft. Beim Riffeln biegen sich die Ecken, bei der Brücke die ganze Karte. Ein Deck, das täglich so gemischt wird, wölbt sich und franst aus. Heb die Ecken so wenig wie möglich an und lass die Brücke weg.
Wie mischt man Tarotkarten, damit umgekehrte Karten entstehen?
Dreh die Hälfte des Decks um 180 Grad und misch dann gründlich, oder verrühre die Karten auf dem Tisch, sodass sie sich in alle Richtungen drehen. Überhandmischen oder Riffeln allein dreht nie eine Karte um.
Sollte man jemand anderen die eigenen Tarotkarten mischen lassen?
Das liegt bei dir. Viele bitten die fragende Person, zu mischen oder abzuheben, damit sie Teil der Legung ist. Andere möchten, dass niemand sonst das Deck berührt, und mischen selbst. Keins von beidem ist eine Regel.
Werden die Karten bei Online-Tarot gemischt?
Nicht physisch. Auf dieser Website wird jede Karte mit dem kryptografischen Zufallszahlengenerator deines Browsers aus den noch nicht gezogenen Karten gewählt, sodass keine Karte zweimal in einer Legung erscheinen kann. Jede Karte liegt dann mit einer Wahrscheinlichkeit von eins zu drei umgekehrt. Andere Websites arbeiten vielleicht anders.
Was bedeutet es, wenn beim Mischen eine Karte herausfällt?
Manche glauben, dass eine Karte, die herausspringt, eine zusätzliche Botschaft trägt, und deuten sie mit der Legung. Andere halten sie einfach für eine steife Karte und stecken sie zurück. Leg vor dem Mischen eine Regel fest und bleib dabei.
Sollte man Tarotkarten vor jeder Legung mischen?
Ja. Ohne frisches Mischen liegen die Karten deiner letzten Legung zusammen weit oben und können wieder auftauchen. Gründliches Mischen vor jeder Legung gibt jeder Karte eine faire Chance. Bei einer einzelnen Ziehung hat jede Karte eine Chance von 1 zu 78, etwa 1,3 %.
Bereit, ein frisch gemischtes Deck einzusetzen? Eine Tageskarte ist die einfachste tägliche Gewohnheit, und die Übersicht aller Legesysteme hat für fast jede Frage eine passende Legung.




